Präsenz

25.06.2026

Zeit: 12:30 - 17:00 Uhr
Ort:
Schloss Zörbig Am Schloss 10 06780 Zörbig

Erneuerbare Energien spielen eine zentrale Rolle für die zukünftige Entwicklung von Kommunen. Gerade für Kleinstädte bieten eigene Strategien zur Energiegewinnung – etwa durch Windkraft oder andere lokale Projekte – die Möglichkeit, unabhängiger von externen Energieversorgern zu werden und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.

Gleichzeitig eröffnen sich neue finanzielle Spielräume: Durch kommunale Beteiligung oder eigene Anlagen können zusätzliche Einnahmen generiert und die Wertschöpfung vor Ort gehalten werden – nicht zuletzt durch das im Oktober 2025 in Sachsen-Anhalt in Kraft getretene Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz. Über den gesetzlichen Mindestbetrag hinaus können Kommunen individuelle Beteiligungsmodelle mit den Betreibern aushandeln: von vergünstigten Bürgerstromtarifen bis hin zu Direktzahlungen an Einwohnerinnen und Einwohner.

Wie solche Ansätze konkret in der Praxis umgesetzt werden, zeigen wir anhand verschiedener Beispiele. Im Mittelpunkt steht übertragbares, anwendungsbereites Wissen von Kleinstädten für Kleinstädte. Lernen Sie Strategien und konkrete Praxisbeispiele kennen und profitieren Sie von deren Erfahrungen.

Welche Erfahrungen wurden in anderen Kleinstädten bereits gemacht, von denen Sie in Ihrer Kommune profitieren können?

  • Matthias Egert, Bürgermeister der Stadt Zörbig, stellt die kommunale Strategie zur eigenen Energiegewinnung vor, erläutert die direkte Beteiligung über eine Bürgerenergiegenossenschaft und gibt Einblicke in geplante, regionale Kooperationsmodelle.
     
  • Nico Schulz, Bürgermeister der Stadt Osterburg, berichtet aus erster Hand u.a. über die Umsetzung eines lokalen Ökostromtarifs.
     
  • Stefanie Kleine, Geschäftsführerin der Wurzener Land-Werke, stellt die kommunale Energieversorgung der vier Kommunen Wurzen, Bennewitz, Thallwitz und Lossatal vor. Sie erläutert die Besonderheit der vollständig kommunalen Trägerschaft und gibt u. a. Einblicke in Projekte im Bereich Agroforst und Photovoltaik.
     
  • In der anschließenden Diskussion liegt der Fokus insbesondere auf dem Austausch von Erfahrungswerten, Herausforderungen und Herangehensweisen der teilnehmenden Kommunen untereinander. Tauschen Sie sich direkt mit Kolleginnen und Kollegen anderer Kleinstädte aus, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren.